Beiträge von Richard Stresemann

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    Original von SRM
    Ich plädiere für einen WM-Ausschluss Uruguays. Suarez' Handspiel in der 120. Minute stellt einen solch krass sportwidrigen Sachverhalt dar, der nicht geduldet werden kann.


    Warst Du nicht für die Auswahl der FFF (sog. "französische Nationalmannschaft"), die gar nicht hätte dabei sein dürfen? Die Auswahl der UAF hat für einen Regelverstoß ihre Strafe bekommen, der Gegner hat es nicht verstanden, daraus Kapital zu schlagen.

    Unser System fällt zusehends in sich zusammen. Der historische Unfall im Kanzleramt hat die Lage nicht mehr ansatzweise im Griff. In der Regierung kämpft jeder gegen jeden, die CDU denkt laut FAZ ernsthaft über eine Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CSU nach, ein launiger, überheblicher Adelsfatzke im Amt des Bundesverteidigungsministers schmeißt gestern unmotiviert mal eben die Wehrpflicht über Bord, um heute seinen Rücktritt anzudrohen, die FDP rutscht in Umfragen der 5 %, eine Partei, die mit populistischen Steuersenkungsparteien erfolgreich opponiert hat, in der Regierung aber auf verlorenem Posten steht. Sparpakete, die aus Luftbuchungen und Lachnummern bestehen, werden als historisch verklärt und als unsozial wahrgenommen, während gleichzeitig die deutschen Krankenkassen absaufen und in Europa der Flächenbrand der Schuldenkrise Spanien erfasst. Präsidenten und Ministerpräsidenten verlassen das sinkende Schiff, in Bayern will selbst eine Mehrheit der CSU-Wähler keine Alleinregierung ihrer Partei mehr, in NRW drückt sich die SPD vor der Regierungsverantwortung und stürzt ein ganzes Bundesland ins Chaos.


    Da bricht es in sich zusammen, dieses erbärmliche "beste System, das Deutschland je hatte" - die BRD.

    Ich glaube eher an eine Ampel. Westerwelles Macht schwindet zusehends, und nach Westerwelle wird die FDP das tun, was sie schon immer getan hat: ihr Fähnchen in den Wind hängen.


    Bundeskanzler Gabriel. Naja. Auch schon egal.

    Tillich ist kein schlechter, aber keiner für den Bund. Er ist ein guter MP für Sachsen und sollte das bleiben.


    Die Union hat nur noch eine handvoll brauchbaren Leuten für die - hoffentlich bald anbrechende - Nach-Merkel-Zeit; Mappus und McAllister dürften eines Tages die Kanzlerkandidatur unter sich ausmachen, dann haben wir in Bayern noch Söder, Weber und Fahrenschon (den Baron mit dem schizophrenen Verhältnis zu unseren Streitkräften habe ich geistig aus der Liste brauchbarer Politiker gestrichen, der gehört gedanklich ab jetzt zum System Merkel; und der Herr JU-Bundesvorsitzende ist zwar politisch ein Konservativer, aber ein Dummschwätzer sonders gleichen), mehr is nicht.

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    Original von Bernardo Macaluso
    Mit Gauck ist Rot-grün ein echter Hammer gelungen, soviel ist klar. SPON schreibt "Oppositionskandidat Gauck spaltet Schwarz-Gelb".


    Die Opposition hat aber insofern ein Problem, als Gauck NIEMALS Stimmen von der Ex-SED kriegen wird. Und selbst wenn die FDP geschlossen wechseln würde, wäre das keine Mehrheit für Gauck.


    Gauck könnte also frühestens im dritten Wahlgang gewählt werden.

    Übrigens, von wegen die Union wäre mit der Strategie gut gefahren:


    Forsa vom 1. Juni: CDU / CSU bundesweit noch 30 % !


    Ich würde jetzt sagen: Weg mit Merkel! Aber: Die Union hat ja nichtmal mehr jemanden, der übernehmen kann. Koch geht, Mappus und McAllister sind noch nicht soweit. Armes Land.

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    Original von Carmen de Mora-Trauenstein
    Ich will, dass das Volk den Bundeswilli wählt. Und Wulff würde ich dann nicht wählen!


    Ich bin dafür, dass das Amt abgeschafft wird. In den Ländern geht es auch, warum nicht im Bund? Deutschland muss sparen - sparen wir uns Wulff.

    Nicht zu vergessen: er hat zwei Landtagswahlen krachend gegen Schröder verloren. Auf spröden Sparkassendirektor folgt Schwiegersohn mit protestantischem Pastorencharme. Man meint, Deutschland brauche präsidiale Reden gegen kollektive Einschlafprobleme.


    That son-in-law ain't my president.


    Edit: In einer FTD-Umfrage sagen 62 % der 1300 Teilnehmer, Wulff werde als Präsident vor allem - langweilen :D


    http://www.ftd.de/politik/deut…taatsspitze/50122494.html

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    Original von Ot Helfsen
    Es sind aber auch deutliche allgemeinkulturelle Unterschiede zwischen den USA und Westeuropa festzustellen. Religiösität, Vorstellung von Gerechtigkeit und Freiheit, Vorstellung von der Rolle des Staates etc.


    Auch in Europa gibt es ein Erstarken der Parteien, die ein klar rechtes Profil zeigen - sei das die Fidesz in Ungarn, die SVP in der Schweiz oder die Fortschrittspartei in Norwegen. Diese Parteien haben alle gemeinsam, dass sie auf den 68 beginnenden Kampf der Linken um die ideell-kulturelle Deutungshoheit nicht mit Rückzugsgefechten und "Modernisierung" reagieren, sondern eine der wichtigsten Emotionen im politischen Geschäft - den Hass auf den politischen Gegner - schüren und ein klares Gegenbild, ein deutliches "Wir gegen die" aufbauen.

    Die USA machen es vor, dass ein klarer Rechtsdrift auf im 21. Jahrhundert möglich ist.


    Was unterscheidet die dortige von unserer Rechten? Unsere ist kleinlaut, in der ewigen Defensive, ein Haufen von erbärmlichen Speichelleckern und Jammerlappen. In den USA dagegen hat man begriffen, dass die Antwort auf die Linke nur in der Radikalisierung liegen kann und darf. Der Preis dafür ist eine zutiefst gespaltene Nation, aber dort steht der zeitgeistigen Linken eine überaus starke Rechte gegenüber, die umso stärker wird, je radikaler sie auftritt. Man vergleiche nur das erbärmliche permanente Rückzugsgefecht der katholischen Kirche mit dem vor Kraft strotzenden Vormarsch der Evangelikalen. Niemand will auf der Seite der dauerhaften Verlierer stehen. Deswegen: Nicht Rückzug, sondern Angriff ist die beste Verteidigung. Im Duktus eines der wenigen Politiker in Deutschland, die das begriffen haben: "Was wir jetzt brauchen, das sind mutige Männer, die die roten Ratten in ihre Löcher zurückjagen." Das ist genau die Sprache, die heute in den USA in Slogans deutlich und massentauglich ist wie "the black guy is not my president" und "Washington is broken!"


    It's time for real conservative change!


    http://www.faz.net/s/RubFC06D3…Tpl~Ecommon~Scontent.html

    Die Gender-Umerziehungsschieße, die von der Leyen und Schröder betreiben, hat nichts mit Familienfreundlichkeit zu tun. Und Bildung für alle ja, aber nicht für alle die gleiche, sondern für jeden die richtige. Schließlich die Ausländer, da muss gelten: mehr die uns nutzen, weniger die uns ausnutzen.

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    Original von Ot Helfsen
    Das stimmt, aber die CDU hat sich in ihrer Geschichte nie (erfolgreich) gegen den Zeitgeist gestellt.


    Niemand - außer der Linkspresse -, vor allem kein Wähler, wird es honorieren, dass die Union zur schlechten Kopie von rot-grün wird.