Beiträge von Konstantin Lichtenstein

    Wie kann man es denn bitte wagen, Wolfsburg mit Bielefeld zu vergleichen? Bei Wolsburg, Hoffenheim und Wehen würde ich das vielleicht unterschreiben, aber die Arminia ist trotz vieler Höhen und Tiefen sowie der Herkunft aus einer etwas weniger metropolisch geprägten Region sehr wohl ein recht traditionsreicher Club, der es trotz struktureller Nachteile und ohne Mäzen geschafft hat, immer mal wieder oben mitzuspielen. Und wer einmal auf der Alm war, der weiß, dass das auch seine Berechtigung hat.


    Tz, unglaublich...

    Wobei Sie mir weiterhin keine konkreten Dinge nennen können. Natürlich ist es richtig, dass die Beamtenschaft zu ihrem Staat stehen sollte. Aber genauso ist ein imperianischer Beamter aus seiner Sichtweise auch Diener seines Vaterlandes, Imperia, und mag sich aus eben dieser historischen Perspektive durchaus auch der alten Ordnung verbunden fühlen. Dies, an und für sich, ist weder verwerflich, noch gefährlich, denn ein Volk kann nicht in einem historischem Wimpernschlag seine Mentalität und seine Stimmungen austauschen.


    Die Union, wie dem auch sei, hat offenbar keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beamtenschaft des Landes Imperia ebenso denkt, wie seine politische Führung. Und bevor Sie die Beamtenschaft diskreditieren, sollten Sie lieber offen sagen, dass Sie mit der angesprochenen Elite Teile des gesellschaftlich aktiven Adels sowie des Bürgertums meinten - die derzeit polarisieren.

    Ich möchte anregen, die Frage nach einem gewählten Parlament gut zu überdenken.


    1. Selbst bei 15 Bürgern ist die Prognise des Funktionierens eines solchen Systems sehr optimistisch bemessen. Von diesen 15 Bürgern müssten dann noch ca. 8 für das Landesparlament kandideren, damit die Wahl keine Farce ist, in der gewählt wird, wer kandidiert. Und davon müssten dann wiederum mindestens 5 mit ernsthaften Zielen kandidieren, und nicht nur, damit es irgendjemand macht. Das halte ich für viel zu optimistisch.


    2. Ich rate auch dazu, das Attraktivitätsniveau eines Landesparlaments nicht zu überschätzen. Wenn es selbst schwierig ist, Unionsparlamentslisten voll zu bekommen oder Landesfürsten zu wählen, ist es arg utopisch zu behaupten, jemand würde den Fokus auf eine Landtagswahl legen - wo man mit ein wenig Mühe doch derzeit problemlos in höhere Weihen gelangt.


    Kurzum: Ich halte die Idee eines gewählten Parlaments auf Landesebne für überambitioniert. Wer auf Landesebene eine aktive Legislative will, der braucht eine aktive Regierung, die auch Initiativen bringt. Das ist derzeit in wenigen Ländern so, daher auch das schwache Niveau der Parlamente.


    Daher würde ich den Rat geben, erst einmal letzere "einfache" lösung zu versuchen und nicht etwas zu entwerfen, was derzeit gelinde gesagt nur in Tagträumen umzusetzen ist.

    Zitat

    Original von Montgomery Scott


    Das Gegenteil von der PDS zu behaupten, ist aber reine ideologische Überzeugung...


    Klar, da mir die Unterscheidung zwischen "gutem" und "schlechtem" Sozialismus fern liegt - weil bisher der Beweis nirgends erbracht werden konnte, das "guter" Sozialismus überhaupt möglich ist.

    Zitat

    Original von Montgomery Scott
    Nicht wenige der großen Sozialphilosophen des 20. Jhds. sehen den Faschismus als Produkt der kapitalistischen Ordnung.


    Der Nationalsozialismus (der sich doch in einigen Punkten von Mussolinis Faschismus unterscheidet) ist insofern Produkt der kapitalistischen Ordnung, als dass eine Krise des kapitalistischen Systems ihn im Endeffekt ermöglicht hat. Wie jede radikale Idee braucht er eine Schwäche des herrschenden Systems, was in diesem Falle zufällig eine recht marktwirtschaftliche Demokratie war, die dummerweise nie wirklich anerkannt war und von beiden Seiten des politischen Spektrums zersägt wurde.


    Zitat


    Die Großindustrie (und nicht nur Rüstungsindustrie) war es, die Hindenburg unter Druck gesetzt hat, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Nur mal so nebenbei.


    Ja, mit der Prämisse, ihn wohl unter Kontrolle behalten zu können, wie ich schon sagte.


    Zitat

    Eine Wirtschaft kollabiert aufgrund der Überschuldung des Staates? Das wäre mir neu, in den meisten Failed States Afrikas treiben große Konzerne äußerst profitabel ihr Unwesen.


    Uh, das ist jetzt aber ein wirklich unseriöser Vergleich. :rolleyes:


    Zitat

    STOP! Wo ist da bitte der Unterschied? Ein Rüstungsunternhehmen verfolgt ohne Beschränkung durch gesellschaftliche Kontrolle seine Profitinteressen und das soll nicht kapitalistisch sein?


    Das Profitinteresse ergibt sich aus einem interventionistischem Staat, der Krieg führt. Die Wurzel des Problems ist daher nicht die Industrie, die die Waffen herstellt, sondern der Staat, der sie benutzen will. Dass sich Kriege für die allermeisten Wirtschaftszweige nicht unbedingt rechnen, dürfte bekannt sein.


    Zitat

    Falsch. Das NS-Regime hat einen Teil der deutschen Arbeiter in KZs interniert und hunderttausende andere an der Front kämpfen und sterben lassen. Ihre Frauen haben in den Fabriken Munition produziert und ihre Kinder haben an den Flaks ihre jungen Leben riskiert und das alles zu einer Zeit, als die deutschen Großindustriellen noch mit Sekt mit den Nazi-Größen auf den Endsieg angestoßen haben.


    Wieder so eine Erwiderung, die mehr emotional als rational rüberkommt. Hitler hat den Krieg zwar nicht unbedingt mit der Unterstützung der Bevölkerung begonnen, aber spätestens nach den ersten Erfolgen im Krieg hatter er sie auf seiner Seite. Und später eben durch die Indoktrinierung des "Seins oder Nicht-seins" sowie zunächst durch Bombardierungen der Alliierten. Es kann sich keine (wie ich diesen Ausdruck hasse...) Klasse davon freisprechen, das Regime bis zu einem gewissen Grad mehrheitlich unterstützt zu haben.

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    Original von Fiete Schulze
    ch sage es nochmal, bei der Gründung der CDU waren die meisten Mitglieder dieser Partei frühere NSDAP-Mitglieder, also musste dein Hass auf die Linke ja auch für die CDU gelten


    Und trotzdem hat die CDU es mit-und hauptverantwortlich geschafft, in diesem Lande erstmals eine funktionierende Demokratie zu etablieren. Da liegt ein feiner Unterschied, denn man strebte keineswegs durch die Hintertür die Widerherstellung der alten Ordnung an.

    Was ist denn das hier für eine Luftnummerndiskussion?


    Keiner, der sich ein wenig mit dem Gedanken- und Wertmodell des Kapitalismus beschäftigt hat, kann doch ernsthaft behaupten, dass der Nationalsozialismus irgendwo den Hauch einer kapitalistischen Politik verfolgt hat.


    Diese wollten die hier angesprochenen Großindustriellen auch nicht. Diese wollten in der Regel eine Wiederherstellung der kaiserlichen Ordnung, und als man sich damit offenkundig verrechnet hatte, arrangierte sich v.a. die Rüstungsindustrie mit der neuen Herrschaft, die durch die keynes-geprägte Wirtschaftspolitik der Vorkriegszeit natürlich auch gezielt gestützt wurde. Hitler wusste natürlich auch, dass er ohne die Großindustrie niemals einen Krieg führen könnte, geschweige denn, seine Herrschaft im inneren stabil zu halten. Daher beließ er es wohl aus Realismus bei einer Befehlswirtschaft, statt einer Staatswirtschaft. Theoretisch war diese aber gewollt, da muss man sich nur ein paar nationalsozialistische Grundlagenwerke näher anschauen.


    Ohne den Krieg wäre die deutsche Wirtschaft aufgrund der hoffnungslosen Überschuldung des Staates ob kurz oder lang kollabiert, was keineswegs im Sinne des Kapitalismuses gewesen wäre.


    Kurzum: Natürlich hat die NS-Diktatur der Großindustrie genutzt. Aber weder Monopolunternehmen wie die IG Farben, noch Rüstungunternehmen, die *natürlicherweise* und nicht aus liberaler Logik folgend der Politik der NSDAP nicht abgeneigt waren, kann man als Beispiel für eine Kapitalorientierung des Dritten Reichs heranziehen.


    Das ist allein deshalb schon Stückwerk, weil sich mehr oder weniger jeder "Anpassungswillige" (also fast alle Deutschen) mit dem Dritten Reich arrangiert hat. Die Politik ging daher weder völlig an den Interessen der Großindustrie vorbei, noch an denen der Arbeiterschaft (mh, wie war das noch: Vollbeschäftigung, Wohlstandswachstum, 1. Mai etc.pp.). Theoretisch hat das alles seine Begründung im "Völkischen Staat". Und der geht an den Vorstellungen eines kapitalistischen und daher liberalen Systems ja sowas von weit vorbei...

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    Original von Amber Marie Ford
    Endlich mal ein echter Anreiz für mich, weiter an meinem Entwurf zu arbeiten und ihn zügig zu vollenden - den vorliegenden finde ich nämlich wenig prickelnd... ;)


    Dann mal hopphopp...


    Da ich nur übersetzt und nur gestrichen, bzw. ergänzt habe, was hier genannt wurde, fehlen natürlich einige Sachen durchaus. Aber meine Aufgabe ist es nicht, hier in den Prozess einzugreifen oder eine Verfassung zu schreiben, sondern nur, ein wenig zu moderieren und anzustoßen.


    So, um endlich eine Diskussionsgrundlage zu haben. Ich hoffe, alle Vorschläge hier genannten Vorschläge erstmal in den Entwurf meiner Vorgängerin eingebaut zu haben.