Zelle 815 - Jürgen Haitner
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Er rüttelt an den Gitterstäben.
Ich will hier raus!
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Er bestellt einen großen Käsekuchen und bittet, ihn bei seiner Hausbäckerei in Auftrag zu geben. Man gönnt ihm ja sonst nichts,
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Der Käsekuchen kam dann doch, aber so spät, dass er bereits hart geworden und eigentlich ungenießbar ist. Jürgen denkt sich aber, dass er so zumindest mal Freigang gen Zahnarzt bekommen könnte, also beißt er herz- und schmerzhaft hinein.
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Ihm war nicht so sehr bewusst, dass für "seine Art Verbrechen" die Annahme, Freigang zu bekommen, eher naiv gewesen ist. So sitzt er die fünfte Woche in Folge mit Zahnschmerzen in seiner Zelle und schreibt verbittert an seinen Memoiren.
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Zu Weihnachten bekommt er eine ordentliche Mahlzeit. Einen richtigen, saftigen Braten, mit Klößen und allem drum und ran. Nicht diesen Fraß wie sonst. Und auch einen Deut besser als seine Wohnwagenmahlzeiten sonst.
Dann mal frohe Weihnachten...
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Frohe Weihnachten!
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